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Besuch auf der Light&Building

  • Autorenbild: Nicolas Sebastian
    Nicolas Sebastian
  • 6. Okt. 2022
  • 4 Min. Lesezeit

Ich war zu Besuch auf der Light & Building Messe in Frankfurt.

Am Mittwoch den 5. Oktober diesen Jahres war ich endlich Gast auf der Light+Building. Eigentlich hatte ich bereits Anfang 2020 vor die Light+Building Messe zu besuchen, allerdings wurde diese aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt, wie so viele Veranstaltungen.

Knappe Energie, ihre Herkunft und ehrgeizige Klimaziele – Gebäude sind ein Schlüsselelement auf dem Weg zu mehr Effizienz und weniger Emissionen. Intelligente Licht- und Gebäudetechnik spielt dabei eine entscheidende Rolle und ist gefragt wie nie zuvor. Nachhaltige Lichtlösungen, Neuheiten der Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie vernetzte Sicherheitstechnik präsentieren über 1.500 Aussteller aus 46 Ländern auf der Light + Building Autumn Edition.

Die Light+Building Messe zeigt unter anderem die neuesten Entwicklungen im Bereich Licht- und Elektroinstallation sowie aus dem Bereich Smart-Home und Smart-Building. Für mich als Architekturstudent ist Beleuchtung ein wichtiges und interessanten Gestaltungsmittel. Für mich persönlich ist Smart-Home bzw. Smart-Building sehr interessant. Ich bin der Meinung, dass man als Planer auch über die Technologien Bescheid wissen sollte um dem Kunden bzw. dem Bauherren auch Konzepte näher bringen zu können. In der aktuellen Lage, steigende Energiepreise und angespannte Versorgungssituationen, sind intelligente Gebäudekonzepte unabdingbar. Zukünftig werden wir, meiner Meinung nach, sehr viel unabhängigere Gebäude planen und errichten, da eine dezentrale Energieversorgung ausfallsicherer und vermutlich auch günstiger sein wird.


Jedes Gebäude verfügt über ein Dach. Ein Dach bietet in aller Regel ein hohes Potenzial für Photovoltaik oder aber auch vertikale Windkraftwerke. Also wieso sollte man eine Dachfläche nicht nutzen und stattdessen einen Acker, welcher für die Nahrungsmittelversorgung immens wichtig ist, mit Photovoltaikanlagen zu pflastern?


Jedes Dach/Gebäude kann ein Kraftwerk sein und Strom für die Gesamtheit produzieren. Denn ein Dach kann deutlich mehr Energie produzieren, als das Gebäude überhaupt benötigt. Wichtig dabei ist, dass unterschiedliche Systeme verwendet werden, um eine Ausfallsicherheit zu schaffen.


Durch intelligente Gebäudekonzepte kann nun automatisch gesteuert werden, an welcher Stelle im Haus gerade Energie von Nöten ist und wo diese Energie am besten bezogen werden kann. Durch diese Konzepte lassen sich Kosten minimieren und der CO2 Ausstoß ebenso.

Zudem bringen intelligente Gebäudekonzepte einen hohen Bewohnerkomfort. Am Dienstag den 4. Oktober 2011 wurde der Sprachassistent "Siri" von Apple veröffentlicht. Er ist nun 11 Jahre alt und ist aus einigen Leben kaum mehr wegzudenken. Klar, Sprachassistenten sind bei weitem noch nicht so intelligent wie sie es vielleicht sein könnten oder wie man es sich wünschen würde und dennoch vertrauen zahlreiche Menschen bereits darauf. Auch Google Nest oder Amazon Alexa sind äußerst beliebt. Derzeit sieht die Smart-Home Welt leider aber noch etwas zerstückelt aus. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und man zahlt häufig einen hohen Preis, entweder mit Geld oder seinen Daten. Das sollte nicht die Zukunft sein. Aus diesem Grund wurde der neue Smart-Home Standard 'Matter' ins Leben gerufen. 'Matter' vereint zahlreiche Smart-Home Systeme und stellt sie unter ein Dach. Eine riesige Geräteauswahl, eine herstellerunabhängige Integration in alle gängigen Sprachassistenten und ein sehr hoher Sicherheitsstandard ohne Cloud-Processing bringt dieser Standard mit sich. Matter 1.0 ist am Dienstag den 4. Oktober für Entwickler veröffentlicht worden und es wird mit einem Launch im November gerechnet. Klar, das ist erst der Anfang aber der neue Standard bietet äußerst hohes Potential.


Auf der Light+Building waren zahlreiche Unternehmen mit Ihren Smart-Home Systemen vertreten, einige auch bereits mit der Ankündigung Matter zu unterstützen.

Wir hatten die Gelegenheit am Stand von ABB Busch-Jaeger, dem größten Stand auf der Messe, eine exklusive Führung zu erhalten und uns deren Smart-Home Welt näher anzusehen. Das Smart-Home System von Busch-Jaeger hört auf den Namen Busch-free@home und zählt zu den hochwertigen und entsprechend hochpreisigen Smart-Home Systemen. Derzeit läuft das System über die Hauseigene App und lässt sich in die Smarten Sprachassistenten von Google und Amazon einbinden. Durch Kooperationen lassen sich auch Produkte zahlreicher Hersteller in das System mit einbinden. Bei unserer exklusiven Führung konnten wir erfahren, dass die Integration in Matter auch bevor steht. Somit kann das Smart-Home System free@home auch über Matter mit anderen kompatiblen Produkten agieren und zum Beispiel zu Apple Home und somit auch zu Siri hinzugefügt werden. Für Busch-Jaeger wird Matter ein Sprungbrett in neue Verbrauchermärkte sein.

Wenn du mehr zu Busch-free@home wissen möchtest schau doch hier vorbei.


Im Gegensatz zu gängigen Smart-Home Lösungen für Einsteiger richtet sich free@home an etwas fortgeschrittene Smart-Home Konzepte.


Smart-Home lässt sich in drei Sparten unterteilen.

  1. Der Einsteigerbereich. Dazu gehören Nachrüstsysteme welche ausschließlich auf Funkkommunikation basieren und einen geringen Funktionsumfang mit sich bringen. Diese sind häufig recht unzuverlässig und kommen schnell an ihre Grenzen. Ein Beispiel sind zum Beispiel die Philips-Hue Produkte wenn sie ohne eine Integration in andere Smart-Home Systeme genutzt werden.

  2. Der fortgeschrittene Bereich. Dazu gehört beispielsweise Busch-free@home. Diese Systeme können über eine Kombination aus fester Verdrahtung und Funkverbindungen agieren. Sie sind komplexer in ihrer Produktpalette und im Funktionsumfang.

  3. Der professionelle Bereich. Dazu gehört der Gebäude-Automationsstandard KNX. Dieser ist äußerst komplex und für Heimanwender eigentlich nicht zu empfehlen da man sehr wenig selbst einstellen und verändern kann.

Für jeden der sein Zuhause smart machen möchte ist der mittlere Bereich vollkommen ausreichend. Der erste ist eigentlich einfach nur als Spielerei zu betrachten. Der dritte ist für sehr komplexe Gebäudestrukturen wie Unternehmensgebäude etc. die über eine dauerhafte Haustechnik etc. verfügen.


Neben Smart-Home gab es natürlich auch andere Themen, die auf der Light+Building begutachtet werden konnten.

Zahlreiche Beleuchtungshersteller stellten Ihre neuesten Leuchten vor. Da waren teilweise ganz schön abgespacete Sachen dabei.


Des Weiteren wurde im Rahmen der Messe die aktuellen Trends präsentiert. Diese kannst du dir hier etwas genauer anschauen.

Ich fand die Light+Building sehr interessant und habe einige Einblicke in neue Welten erhaschen können. Auch neue Kontakte konnte ich knüpfen. Vermutlich werde ich nun Regelmäßig Gast auf dieser Fachmesse sein und mich über aktuelle Entwicklungen informieren. Allerdings reicht wohl ein Tag nicht aus um alles zu entdecken was es zu entdecken gab. Für vieles fehlt einem einfach schon die Zeit. Nächstes Jahr gehts hoffentlich weiter.

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